Der Lilienstein ist nicht einfach ein Gipfel — er ist das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. Mit seinen 409 m ü. NN erhebt er sich auf drei Seiten von der Elbe umschlossen als einziger rechtselbischer Tafelberg des Elbsandsteingebirges, und seine markante Silhouette prägt die Landschaft wie kaum ein anderer Berg in der Region.
Wer das Gipfelplateau erreicht, wird mit einem Rundblick belohnt, der seinesgleichen sucht: Im Süden grüßen die Festung Königstein und der Pfaffenstein, dahinter das Osterzgebirge. Im Westen reicht der Blick an klaren Tagen bis nach Dresden. Der Blick nach Osten — über das Elbtal auf die Schrammsteine und den Großen Winterberg — gilt als das Vorzeigepanorama der Sächsischen Schweiz schlechthin. Eine knorrige Wetterkiefer nahe dem Obelisken gehört dabei zu den meistfotografierten Motiven der gesamten Region. Im Herbst leuchtet der Bergwald in warmen Rottönen, im Winter taucht das Plateau über dem Elbtalnebelmeere auf wie eine Insel.
Wege auf den GipfelAb 1989 wurden am Lilienstein insgesamt 69 junge Wanderfalken ausgewildert — ein Programm, das die Art nach ihrem Aussterben in den 1970er Jahren erfolgreich ins Elbsandsteingebirge zurückbrachte.