Der Rauenstein mag mit seinen 305 Metern bescheiden wirken, doch dieser Tafelberg in der Sächsischen Schweiz überrascht jeden Besucher: zerklüftete Sandsteinwände, tiefe Schluchten und ein einzigartiger Gratweg machen ihn zu einem der lohnendsten Ausflugsziele der linkselbischen Sächsischen Schweiz — ganz zu schweigen von der urigen Berggaststätte mit Panoramablick.
Der Rauensteingratweg führt auf 1745 Metern über den Kamm des langgestreckten Felsmassivs, überwindet drei Schluchten mithilfe von Metalltreppen und -leitern und belohnt mit herrlichen Ausblicken. Nach Süd-Südost zeigen sich die markanten Tafelberge der Sächsischen Schweiz — Königstein, Lilienstein, Pfaffenstein — nach Nord-Nordost dominiert das Basteimassiv mit seinen hell leuchtenden 'Weißen Brüchen'. Im Herbst verwandelt sich der fast vollständig bewaldete Berg in ein goldenes Farbenspektakel.
Wege zum GipfelWer genau hinschaut, entdeckt in die Sandsteinwände gemeißelte Jahreszahlen — darunter mehrfach das Jahr 1813, als die Bewohner umliegender Dörfer das zerklüftete Massiv während der Befreiungskriege als Zufluchtsort nutzten.