Der Kleine Bärenstein ist einer der faszinierendsten Tafelberge der Sächsischen Schweiz — auf 338 m ü. NHN wartet ein zerklüftetes Felsrevier mit weiten Ausblicken, einer begehbaren Höhle und mehr Geschichte, als man einem so kompakten Gipfel auf den ersten Blick zutrauen würde. Ideal für einen entspannten Halbtagesausflug mit echtem Erlebniswert.
Der Berg erhebt sich bis zu 90 Meter über die umgebende Ebene in der Elbschleife von Rathen und besticht durch sein ungewöhnlich zerklüftetes Erscheinungsbild. Anders als die meisten Tafelberge der Region ist der Sandstein hier weich, stark verwittert und unregelmäßig gebogen — das Ergebnis ist ein wild wirkendes Felsrevier mit steilem Absturz nach Osten. Vom Gipfel schweift der Blick nach Osten zu Lilienstein, Festung Königstein und Pfaffenstein sowie nach Norden zum Großen Bärenstein. Im Herbst leuchten die Buchenwälder warm um die grauen Felsen — eine besonders lohnende Jahreszeit für den Besuch.
Am südwestlichen Fuß des Berges liegt der Diebskeller, eine natürliche Einsturzhöhle von 25 Metern Länge, die problemlos begangen werden kann. Am Südende des Berges befindet sich der Jungfernsprung — eine senkrechte Felswand mit einem eingehauenen Kreuz, das an die Sage eines Mädchens erinnert, das sich im Dreißigjährigen Krieg vor schwedischen Soldaten in den Tod stürzte.
AufstiegswegeAuf dem Gipfel sind noch heute Mauerreste des alten Berggasthauses zu sehen, das hier ab 1847 betrieb — und um 1902 hielt der damalige Besitzer sogar echte Bären in einem Zwinger auf dem Berg, um dem Namen alle Ehre zu machen.