Der Gohrisch ist einer dieser Gipfel, die man nicht so schnell vergisst: ein markanter Tafelberg auf 447,8 m ü. NHN inmitten der linkselbischen Sächsischen Schweiz, umgeben von gleichgesinnten Felskolossen wie dem Papststein und dem Kleinhennersdorfer Stein. Wer hier oben steht, schaut gefühlt über die ganze Region — und das ohne große Anstrengung.
Das Gipfelplateau belohnt mit einem der schönsten Rundblicke der Sächsischen Schweiz: im Süden die Zschirnsteine und der tschechische Děčínský Sněžník, im Norden der Lilienstein über dem Elbtal, im Osten die Schrammsteine und der Große Winterberg, im Westen Pfaffenstein, Festung Königstein und die Kämme des Osterzgebirges. Im Sommer lockt der Berg Tagesausflügler aus der ganzen Region, im Herbst leuchten die Wälder rund um die Sandsteinfelsen golden, und im Winter verleiht Raureif dem Gipfelplateau eine fast mystische Stimmung.
Aufstiege auf den GipfelIm Dreißigjährigen Krieg fanden Anwohner in einer Klufthöhle auf dem Gipfel Zuflucht — die sogenannte 'Schwedenhöhle' erinnert noch heute daran. Und wer den Namen rätselhaft findet: 'Gohrisch' leitet sich vom slawischen 'gora' ab und bedeutet schlicht 'Berg'.