Der Kleinhennersdorfer Stein ist einer der eindrucksvollsten Tafelberge der linkselbischen Sächsischen Schweiz — ein dicht bewaldetes Sandsteinmassiv auf 392 m Höhe, eingebettet zwischen Gohrisch, Papststein und den Laasensteinbergen. Wer hierherkommt, erwartet Weitblicke, geheimnisvolle Höhlen und echte Wildnis abseits der großen Besucherströme.
Das stark zergliederte Gipfelplateau ist von Felsschluchten durchzogen und dicht bewaldet — mit Kiefern und eingestreuten Buchenwäldern, die dem Berg seinen unverwechselbaren Charakter geben. Auf der Nordseite öffnen sich drei Aussichtspunkte mit Blicken über die Tafelberge bis zur Bastei und ins Elbtal. Im Südosten reicht der Blick über die Laasensteine bis zum böhmischen Rosenberg, zu den Schrammsteinen und zum Großen Winterberg. Im Frühling duftet der Wald, im Herbst leuchten die Buchen — zu jeder Jahreszeit lohnt sich der Aufstieg.
Wege zum GipfelErstmals urkundlich erwähnt wurde der Berg 1461 als 'Heynersdorfer Stein'. Die heute bekannte Lichterhöhle erhielt ihre heutige Größe durch den gewerbsmäßigen Sandsteinabbau eines Königsteiner Bürgers um 1870 — ein unerwartetes Stück Industriegeschichte mitten in der stillen Waldlandschaft.