Die Hohe Liebe (401 m ü. NHN) ist einer der eigenwilligsten Tafelberge des Elbsandsteingebirges — statt der typisch flachen Gipfelform überrascht sie mit einer fast kegelförmigen Silhouette. Im östlichen Teil des Nationalparks Sächsische Schweiz gelegen, bietet sie eine ungewöhnliche Kombination aus stiller Waldatmosphäre, schönen Ausblicken und einem der bewegendsten Denkmäler der sächsischen Bergsteigergeschichte.
Der gesamte Berg ist bewaldet; erst am felsigen Gipfel lichtet sich der Wald genug für eine schöne Aussicht auf die Affensteine und die Schrammsteine mit dem Falkenstein. Im Norden begrenzt das Kirnitzschtal den Berg, im Süden die Schrammsteingruppe. Die Atmosphäre ist ruhig und besinnlich — weit entfernt vom Trubel der bekannteren Aussichtsgipfel. Zu jeder Jahreszeit lohnt sich der Aufstieg: im Frühling mit frischem Buchengrün, im Sommer schattig-kühl, im Herbst mit leuchtendem Laubwald.
AufstiegsmöglichkeitenDas Bergsteigerehrenmal wurde am 17. Oktober 1920 eingeweiht und erinnert an über 400 Mitglieder des Sächsischen Bergsteigerbunds, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Der Entwurf stammt vom Dresdner Bildhauer Franz Beyer — ein stilles, würdiges Denkmal, das dem Gipfel eine besondere Tiefe verleiht.