Der Falkenstein ist einer der beeindruckendsten freistehenden Felsen der Sächsischen Schweiz — fast einhundert Meter hoch, aus Sandstein, gelegen bei Bad Schandau. Hier begann 1864 mit der ersten sportlichen Besteigung durch Schandauer Turner die Geburtsstunde des Sächsischen Kletterns, und heute führen über hundert Kletterwege verschiedener Schwierigkeitsgrade auf den Gipfel. Für gewöhnliche Wanderer ist der Gipfel selbst nur mit Klettererfahrung erreichbar, doch schon von unten beeindruckt der gewaltige Fels.
Der Falkenstein erhebt sich als steile, fast senkrechte Sandsteinwand inmitten der Wälder des Elbsandsteingebirges. Der Anblick des Massivs beeindruckt zu jeder Jahreszeit — im Sommer erwärmt sich der Fels in der Sonne und zieht Kletterer aus ganz Deutschland an, im Herbst leuchten die umliegenden Wälder golden, und im Winter verleihen raureifbedeckter Stein und Stille dem Ort eine fast mystische Atmosphäre. Am Fuß der Nordseite sind noch Spuren einer mittelalterlichen Burgwarte erhalten — in den Fels gehauene Stufen, Nischen und Rinnen zum Auffangen von Regenwasser, Zeugnisse einer Festung, die im 15. Jahrhundert bei Fehden zerstört wurde.
Wie man zum Gipfel gelangt1864 gelang hier Schandauer Turnern die erste sportliche Besteigung über den bis heute so genannten Turnerweg — der Beginn des Klettersports in der Sächsischen Schweiz und bis heute ein Grund, warum der Falkenstein zu den beliebtesten Klettergipfeln der Region zählt.