Hoch über dem Elbtal bei Rathen thront die Ruine der Felsenburg Altrathen — einst eine mächtige Festung, die den Handel entlang der Elbe kontrollierte. Heute erzählt sie Geschichten von Fehden, Belagerungen und einem berüchtigten Raubritter, die diesen Ort zu einem faszinierenden Ausflugsziel in der Sächsischen Schweiz machen.
Der Burgfelsen erhebt sich rund 60 Meter über der Elbe und ist noch immer von einem in den Fels gehauenen Graben umgeben, während beeindruckende Mauerreste bis zu 13 Meter Höhe erreichen. Von hier oben schweift der Blick über das Rathener Tal und die markanten Sandsteinformationen der Region. Im Herbst taucht der Buchenwald die Ruine in goldenes Licht, im Winter verleiht Raureif den alten Mauern eine fast märchenhafte Stimmung, und im Sommer überzieht saftiges Grün das gesamte Gelände.
Anreise
Praktische Hinweise
Bei archäologischen Untersuchungen fand man in den Kellergewölben der Burg menschliche Schädel und Marterwerkzeuge — düstere Zeugnisse der Zeit des Raubritters Hans von Oelsnitz, dessen Herrschaft 1469 mit dem Fall der Festung endete.