Die Wyżnia Sucha Przełęcz ist ein ruhiger, wenig bekannter Sattel im Giewont-Massiv, der Ruhe und einen Einblick in die alte Hirten- und Bergbaugeschichte der Region bietet — abseits der Menschenmassen des Hauptwegs zum Giewont.
Auf etwa 1550 m Höhe gelegen, verbindet dieser Übergang den Długi Giewont mit einem Seitengrat, der das Strążyska-Tal vom Biały-Tal trennt, direkt am Fuß der Nordwand des Długi Giewont, nahe der Sucha Czubka. Die Landschaft wirkt wild und ursprünglich — die Osthänge fallen ins Sucha-Tal ab (oberer Teil des Biały-Tals), während auf der Westseite die raue Banie-Rinne zum Strążyska-Tal hinabführt. Einst weideten hier Hirten ihre Schafe auf beiden Seiten des Passes, und Bergleute förderten im mittleren Teil der Banie-Rinne Eisenerz. Im Sommer ist die Gegend still und grün, fernab der belebten Wanderwege, während die Winterbedingungen wegen Schnee anspruchsvoll sein können.
Wie man zum Aussichtspunkt gelangt
Der Aufstieg zum Pass galt seit jeher als leicht von beiden Tälern aus, weshalb er nicht nur von Hirten und Bergleuten genutzt wurde, sondern auch von frühen Touristen auf dem Weg zur Juhaska-Höhle sowie später von Bergsteigern, die die Nordwand des Długi Giewont bezwangen.