Die Krzesanica (2122 m ü.d.M.) ist der höchste Gipfel der Czerwone Wierchy (Roten Gipfel) und gilt als eine der schönsten Panoramaspitzen der Westlichen Tatra. Schon im 19. Jahrhundert zog sie Wanderer aus Zakopane an, und ihre Aussicht begeistert bis heute. Wer einen Gipfel sucht, der Anstrengung mit einem wirklich weitläufigen Rundblick belohnt, liegt hier genau richtig.
Der Gipfel selbst ist eine nahezu ebene, steinige Plattform von etwa 100 Metern Länge — ein freier Aussichtspunkt mit 360-Grad-Panorama. Im Norden sind die Beskiden mit der Babia Góra zu erkennen, darunter fällt das Miętusia-Tal steil ab. Im Westen öffnet sich das Kościeliska-Tal, im Süden zeigt sich das slowakische Tichá-Tal mit dem Krivan im Hintergrund, und im Osten schweift der Blick bis zur Świnnica, zu den Rysy und zum Gerlach. Die Nordwand — steil und wie gemeißelt, woher auch der Name stammt — fällt etwa 200 Meter in den Mułowy-Kessel ab, während die Südhänge sanft und grasbedeckt auslaufen. Im Winter nimmt der Berg eine rauere, dramatischere Gestalt an; die erste dokumentierte Winterbesteigung erfolgte 1908.
AufstiegsmöglichkeitenAuf den Felsleisten der Krzesanica gedeihen mehrere Pflanzenarten, die in Polen ausschließlich in der Tatra vorkommen — darunter der Tatramohn, der Gletscherenzian und das filzige Steinkraut. Ein botanisches Kleinod direkt unter den Füßen jedes Wanderers.