Die Świnica (2302 m ü. d. M.) ist einer der markantesten Gipfel der Hohen Tatra — eine breite Felsenpyramide, die über das Gąsienicowa-Tal und das Tal der Fünf Polnischen Seen thront. Sie ist der erste ausgeprägte Gipfel des Hauptkamms der Hohen Tatra von Westen her und bietet ein echtes Bergerlebnis, ohne dass Kletterkenntnisse erforderlich sind.
Vom Gipfel genießt man eines der schönsten Rundpanoramen der gesamten Tatra. Nach Norden hin sieht man Zakopane und das Podhale-Vorland, nach Süden öffnen sich die slowakischen Täler, darunter das Tichá dolina. Bei klarer Sicht sind Rysy, Gerlach und bei außergewöhnlicher Fernsicht sogar die Babia Góra erkennbar. Im Herbst, wenn die Täler im Nebelmeer versinken und die Świnica darüber aufragt, ist die Stimmung unvergesslich. Im Winter und Frühling hält sich Schnee auf dem Weg deutlich länger als in den tiefer gelegenen Bereichen.
Wegbeschreibung zum GipfelDie Erstbesteigung des Hauptgipfels erfolgte am 22. Juli 1867 durch den Bergführer Maciej Sieczka zusammen mit Eugeniusz Janota und dem jugendlichen Bronisław Gustawicz. Zu den späteren Besuchern zählten unter anderem Marie Curie und der Dichter Kazimierz Przerwa-Tetmajer, der dem Gipfelblick ein berühmtes Gedicht widmete.