Die Czerwone Wierchy — auf Slowakisch Červené vrchy, die 'Roten Gipfel' — bilden einen der eindrucksvollsten Kammzüge der Westlichen Tatra: ein weitläufiger, grasiger Grat mit vier Gipfeln und Panoramablicken über das gesamte Tatramassiv. Wer große Bergkulisse ohne technisches Klettern sucht, ist hier genau richtig.
Das Massiv erstreckt sich von West nach Ost über Ciemniak (2096 m), Krzesanica (2122 m — höchster Punkt), Małołączniak (2096 m) und Kopa Kondracka (2005 m). Im Sommer lädt der offene Gratweg zu entspannten Wanderungen ein. Im Herbst färben sich die Hänge in ein leuchtendes Rotbraun — verursacht durch die Binse sit skucina, die dem Massiv seinen Namen gab. Bei Nebel oder im Winter wird das Gelände tückisch: Die sanft wirkenden Kuppen brechen auf der Flanke in senkrechte, mehrere hundert Meter hohe Felswände ab.
AufstiegsmöglichkeitenBotaniker kommen hier auf ihre Kosten: Dank des gemischten Untergrunds aus Kalkstein und Kristallingestein wachsen auf engem Raum sowohl kalk- als auch säureliebende Pflanzenarten — darunter Raritäten, die in Polen ausschließlich in der Tatra vorkommen.