Die Kopa Kondracka (2005 m ü. d. M.) gehört zu den meistbesuchten Gipfeln der gesamten Tatra — und das aus gutem Grund. Der sanft gerundete, kuppenförmige Gipfel, weitreichende Panoramen und ein unkomplizierter Aufstieg machen ihn zu einem idealen Ziel für Erstbesucher der Tatra wie auch für erfahrene Bergwanderer.
Vom Gipfel aus bietet sich ein beeindruckendes Panorama, besonders die Silhouette der Hohen Tatra sticht dabei hervor. Die sanft geneigten, grasigen Hänge leuchten im Sommer in einem charakteristischen Rotton — verursacht durch die Binse Juncus trifidus, die auf der Granitkappe der Gipfelkuppe wächst. Im Winter werden die Wege zusätzlich zu den Farbmarkierungen mit Holzpfählen markiert, da Schnee die Zeichen leicht verdecken kann. Die Kopa Kondracka liegt im Hauptkamm der Westlichen Tatra, genau auf der polnisch-slowakischen Grenze, zwischen Suchy Wierch Kondracki und Małołączniak, und ist der niedrigste sowie östlichste Gipfel der bekannten Czerwone Wierchy (Rote Gipfel).
Aufstieg zum GipfelDer erste dokumentierte Aufstieg erfolgte 1832 durch Franciszek Herbich, obwohl einheimische Hirten und Jäger den Gipfel zweifellos schon viel früher erreicht hatten. In der Nordflanke verbirgt sich die Kondracka-Höhle, und die Gipfelflora begeistert Botaniker: Hier wachsen seltene Arten wie das Filzige Felsenblümchen und die Karpatische Wintergrünart, die in Polen fast ausschließlich in der Tatra vorkommen.