Der Kopapass (1753 m) ist einer der schönsten und geschichtlich bedeutsamsten Übergänge in der Hohen Tatra — ein breites, grasiges Sattelgebiet genau auf der Grenze zwischen der Hohen Tatra und der Belianská Tatra. Ein Reisender beschrieb 1751 den Ausblick von hier als das Schönste, das er je in seinem Leben gesehen hatte.
Was diesen Pass so besonders macht, ist seine ungewöhnliche Form: Drei Gebirgskämme treffen hier zusammen und bilden ein weites, offenes Plateau namens Kopská pláň. Im Sommer sind die sanften Hänge mit Alpenblumen übersät, und die Stille wird nur vom Wind und dem Ruf der Gämsen unterbrochen, die in großer Zahl hier leben. Im Herbst bieten das goldene Gras und der erste Schnee auf den umliegenden Graten ein unvergessliches Bild. Gelegentlich ziehen auch Bären und Hirsche durch den Sattel. Die Aussicht reicht vom Jahňací štít auf der einen Seite bis zum Hlúpy vrch in der Belianská Tatra auf der anderen.
Wie man den Aussichtspunkt erreichtEin historisches Detail: Schon im 16. Jahrhundert trieben Hirten aus Biela Spišská ihre Schafe durch diesen Pass von einem Tal ins andere — er war Teil eines langen Weges, der als 'Polnischer Weg' bekannt war. Jahrhunderte später ist er noch immer einer der schönsten Übergänge in der Tatra.