Die Téryspitze (2590 m ü. d. M.) ist ein markanter Gipfel in den Hohen Tatra, eingebettet in einen langen Seitenkamm zwischen dem Spišský štít und dem Pyšný štít. Der Berg ist kein Ziel für Sonntagswanderer — er gehört jenen alpinen Abenteurern, die rauhe Felsen, einsame Täler und echte Höhenluft suchen.
Vom Gipfel aus blickt man auf drei beeindruckende Täler: das Fünf-Seen-Tal der Zips (kotlina Piatich Spišských plies), das Wilde Tal (Veľká Zmrzlá dolina) und die Kupfermulde (Medená kotlina). Der Grat ist gespickt mit markanten Felstürmen — Strapatá veža, Supia veža, Spišská ihla — und der wuchtige Durný mních ragt dramatisch aus dem Südwestpfeiler hervor. Im Sommer bietet die Téryspitze anspruchsvolles Klettergelände; im Winter verwandelt sie sich in ein ernstes alpines Terrain, das solide Erfahrung voraussetzt.
AufstiegsmöglichkeitenDer deutsche und der ungarische Name des Gipfels ehren den ungarischen Bergsteiger Ödön Téry, den Erstbesteiger des benachbarten Pyšný štít — sein Name trägt auch die nahe gelegene Schutzhütte. Die Erstbesteigung im Sommer gelang Gyula Dőri am 17. Juli 1901.