Die Lomnitzer Spitze (2634 m ü. M.) ist der zweithöchste Gipfel der Tatra und der gesamten Karpaten — eine markante, dreieckige Pyramide, die majestätisch über dem Kurort Tatranská Lomnica aufragt. Kaum ein anderer Gipfel in Mitteleuropa lässt sich so leicht auf über 2600 Meter erreichen, ohne dabei auch nur das Geringste an Wildheit und Dramatik zu verlieren.
Der Blick vom Gipfel ist schlicht atemberaubend: die Grate und Täler der Hohen Tatra, das Skalnaté pleso tief unten, die Niederen Tatra am Horizont und bei guter Sicht sogar die Beskiden der Orava. Im Winter schwebt der Gipfel häufig über einem Wolkenmeer, das von der Wintersonne vergoldet wird — ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst.
AufstiegsmöglichkeitenDer erste dokumentierte Aufstieg erfolgte am 16. August 1793 durch den schottischen Arzt und Naturforscher Robert Townson — er maß die Gipfelhöhe mit einem Quecksilberbarometer und kam dabei auf nur 12 Meter genau.