Die Kesmarker Spitze (2.556 m ü.M.) zählt zu den imposantesten und anspruchsvollsten Gipfeln der Hohen Tatra — eine wilde, felsige Welt mit einer über 550 Meter hohen Südwand, die zu den eindrucksvollsten Bergflanken des gesamten Gebirges gehört. Wer hierher kommt, erlebt die Hohe Tatra von ihrer rauhesten Seite.
Der Gipfel liegt im östlichen Teil der Hohen Tatra, eingebettet zwischen dem Grünsee-Tal im Norden und dem Skalnatá-Tal im Süden. Das Gelände ist hochalpin — steile Rinnen, ausgesetzte Grate und loses Blockwerk verlangen in jeder Jahreszeit größten Respekt. Im Sommer bietet das Gipfelpanorama einen umfassenden Rundblick über die gesamte Hohe Tatra, die Belianische Tatra und bei klarem Wetter bis zu den Niederen Tatra und den Bergen Südpolens. Im Frühjahr ziehen die Steilrinnen mit Neigungen bis zu 60° Extremskifahrer aus ganz Europa an.
AufstiegsmöglichkeitenAls erster Besteiger gilt David Fröhlich, der den Gipfel im Juni 1615 zusammen mit zwei Gefährten erklomm — sein farbenfroher Bericht über den Aufstieg durch Wolken und über Felsnadeln gehört zu den ältesten Bergsteigeraufzeichnungen in den Karpaten.