Der Gelbe See — auf Slowakisch Žlté pleso — ist ein kleines, stilles Juwel in den Hohen Tatra, das abseits der ausgetretenen Pfade auf neugierige Bergwanderer wartet. Eingebettet in die Žltá kotlinka, das höchste der drei Täler im Tal der Weißen Seen, liegt er unter der Ostwand des Jahňací štít und verströmt eine ruhige, ursprüngliche Wildheit.
Der See liegt auf 1.935 Metern über dem Meeresspiegel und ist mit gerade einmal 60 Metern Länge, 33 Metern Breite und etwa einem Meter Tiefe ausgesprochen klein. Trotz seines Namens schimmert das Wasser in einem zarten Grünton — woher der Name 'Gelber See' stammt, ist bis heute ungeklärt. Die Kulisse ist beeindruckend: Im Westen erhebt sich der Jahňací štít, im Südwesten der Kozí štít, beide spiegeln sich bei ruhigem Wetter auf der Wasseroberfläche. Das Tal wirkt abgeschieden und still, selbst in der Hochsaison findet man hier echte Einsamkeit. Im Herbst leuchten die umliegenden Hänge in Gold- und Rottönen — dann kommt die Landschaft dem 'gelben' Namen vielleicht am nächsten.
Anreise und ZugangEin kleines Rätsel bleibt: Das Wasser des 'Gelben Sees' war schon immer grünlich — wie der See zu seinem Namen kam, weiß bis heute niemand.