Der Żleb Szczerby ist eine gewaltige Rinne, die sich an den Nordwänden des Giewont, einem der markantesten Gipfel der Westtatra, hinabzieht. Schon auf den ersten Blick beeindruckt der weiß schimmernde, tief in Kalkstein und Dolomit gehauene Korridor, poliert durch herabstürzende Steine und Schneelawinen.
Die Rinne fällt von der Scharte Szczerba, die den Hauptgipfel Wielki Giewont vom Długi Giewont trennt, hinab bis ins Mała Dolinka am oberen Ende des Strążyska-Tals. Ihr unterer Teil erstrahlt weiß dank der Kalksteinplatten, genannt Blachy - einer rund 60 Meter hohen Felsstufe, auf der Lawinenschnee oft bis in den Sommer liegen bleibt. Oberhalb der Platten wird das Gelände sehr steil, grasbewachsen und stark exponiert, was es selbst für erfahrene Bergsteiger gefährlich macht. Der obere Abschnitt der Rinne ist etwas leichter, endet aber in einem fast senkrechten Felsschacht. Ein wildes, ursprüngliches Fleckchen Natur, dessen raue Schönheit von echter Gefahr begleitet wird - kein Ort für gewöhnliche Wanderer.
Anreise
Praktische Hinweise
Der Żleb Szczerby zeigt die deutlich wildere Seite des Giewont - versteckt im Schatten seiner Felswände, fernab der Touristenmassen am Gipfel.