Das Weißseetal in der Hohen Tatra der Slowakei ist ein verstecktes Juwel: Statt eines einzelnen Bergsees erwartet dich hier ein ganzes Dutzend kleiner Gebirgsseen, die sich auf mehreren Terrassenstufen eines eiszeitlichen Kessels verteilen. Ein Ort, der mit seiner stillen Vielfalt tief beeindruckt.
Das Tal erstreckt sich über 1,8 km² und ist ein ungewöhnlich vielstufiger Gletscherkessel, der sich bis zum Grat zwischen Jagnięcy Szczyt und Kozia Turnia hinaufzieht. Der größte See, der Große Weiße See (Wielki Biały Staw, 1613 m), ist zwar breit, aber kaum tiefer als ein Meter — mit einer Fläche von etwa 1 Hektar. Weiter oben liegen die Kleinen Weißen Seen (1650–1700 m), die Kresseseen und auf 1950 m der Gelbe See als höchstgelegener Tümpel des gesamten Tals. Im Sommer spiegeln sich die Felsengrate im ruhigen Wasser; im Herbst leuchtet das Tal in Gold und Ocker.
Anreise und Wanderwege
Praktische Hinweise
Eine historische Kuriosität: 1897 wurde am Seeufer eine Latschenkiefernöl-Destillerie errichtet, die innerhalb weniger Jahre weite Latschenkieferbestände des Tals vernichtete — eines der frühesten dokumentierten Umweltverbrechen in der Tatra.