Der Weiße Stein ist ein bis zu sechs Meter hohes Felsgebilde im Hofebusch bei Spitzkunnersdorf in der Oberlausitz — ein Ort, an dem sich Geologie und Räubergeschichten auf spannende Weise treffen. Für einen kurzen, aber lohnenden Ausflug in die Natur ist er ideal.
Das Gestein besteht größtenteils aus Quarzit mit Muskovitschüppchen und zeigt eine weiße bis gelbe Farbe, stellenweise auch rötlich oder braun. Durch das steile Einfallen der Gesteinsschicht wirkt der Fels als natürliche Grundwassersperre, weshalb im Sommer die nördlich gelegenen Quellen versiegen. Verschiedene Härtegrade des Gesteins haben bei der Erosion Blöcke, Felstrümmer und schachtartige Höhlungen entstehen lassen — darunter die bekannte Karasekhöhle. Der umliegende Wald wirkt still und ein wenig geheimnisvoll, besonders im Herbstnebel oder unter einer leichten Schneedecke im Winter.
Wie man den Gipfel erreicht
Praktische Informationen
Ende des 18. Jahrhunderts richtete der Räuberhauptmann Johannes Karasek in diesem Felsenmassiv einen Treffpunkt für seine Bande ein — bis heute rankt sich die Legende um einen versteckten Schatz.