Die Lausche (793 m ü. NHN) ist der höchste Gipfel des Zittauer Gebirges — ein markanter Phonolithkegel, der genau auf der tschechisch-deutschen Staatsgrenze thront. Der Berg verbindet Sachsen und Böhmen nicht nur geografisch, sondern auch kulturell, und belohnt seine Besucher mit einem der weitesten Rundblicke der gesamten Region.
Trotz der überschaubaren Höhe hat die Lausche etwas Urwüchsiges. Die Gipfelzone ist beiderseits der Grenze als Naturschutzgebiet ausgewiesen und von altem Bergwald bedeckt. Im Herbst leuchten Buchen und Ahorne in satten Gelb- und Rottönen, im Winter liegt der Gipfel oft unter einer Schneehaube und bietet eine traumhafte Winterkulisse. Bei klarer Sicht reicht das Panorama vom Erzgebirge und dem Děčíner Schneeberg über das Böhmische Mittelgebirge, Ralsko und Bezděz bis hin zum Ještěd und den Gipfeln des Riesengebirges. Nach Norden öffnet sich der Blick über die Städte und Hügel der Oberlausitz.
AufstiegsmöglichkeitenHistorische Kuriosität: Die alte Bergbaude war durch die Staatsgrenze in einen deutschen und einen österreichischen Teil geteilt — es gab sogar zwei getrennte Briefkästen, und Gäste mussten aufpassen, in welchen sie ihre Postkarte einwarfen.