Der Tannenberg — tschechisch Jedlová — ist ein markanter Phonolithkegel im nördlichen Böhmen, der sich 200 bis 250 Meter über die umliegende Landschaft erhebt und schon von weitem ins Auge fällt. Mit seinem historischen Aussichtsturm aus dem Jahr 1891, einem Gipfelrestaurant und einem Schillerdenkmal ist er eines der beliebtesten Ausflugsziele des Lausitzer Gebirges.
Der 776 Meter hohe Gipfel ist der dritthhöchste Berg des Lausitzer Gebirges und liegt im äußersten Norden Böhmens, nahe der Gemeinde Jiřetín pod Jedlovou. Der Gipfelbereich ist von Buchenwald bedeckt, die Hänge von Fichten geprägt. An klaren Tagen reicht die Aussicht vom Erzgebirge über das Riesengebirge bis zum Ještěd-Kamm und darüber hinaus. Im Winter verwandelt sich der Berg in ein kleines, aber feines Skigebiet mit einem 1.200 Meter langen Schlepplift und zwei Abfahrten. Die schieferartig aufgespaltenen Phonolithformationen an den Südhängen verleihen der Landschaft einen ganz besonderen Charakter.
AufstiegsmöglichkeitenWissenswertes: Über den Gipfel verläuft die europäische Hauptwasserscheide — Regenwasser fließt auf der Südseite über die Elbe in die Nordsee, auf der Nordseite über die Oder in die Ostsee. Im 19. Jahrhundert wurde der Berg wegen seiner weitreichenden Aussicht als das 'Rigi Nordböhmens' bezeichnet.