Der Galgenberg (Šibeniční vrch) ist ein langgestreckter, bewaldeter Doppelgipfelrücken (590 und 573 m) im nördlichsten Teil Tschechiens, im Lausitzer Gebirge, oberhalb des Dorfes Horní Podluží. Der Name kommt nicht von ungefähr - am Nordfuß stand einst der Galgen der Stadt Jiřetín pod Jedlovou, und der Berg war Schauplatz von Hinrichtungen.
Heute ist der Berg ein ruhiger, waldreicher Rücken, typisch für das Lausitzer Gebirge, mit einem markanten Felsvorsprung aus Phonolith, der sich einst durch die umliegenden Grauwacken durchdrängte. Im Winter verwandelt sich der Nordhang in ein kleines Skigebiet mit präparierter Piste und Lift, den Rest des Jahres herrscht hier eine stille, schattige Waldatmosphäre, die viele Wanderer auf dem Weg zur nahen Jedlová durchqueren. Die Geschichte des Ortes verleiht ihm eine eigentümliche, fast unheimliche Note.
Wie man den Gipfel erreichtAuf einem Plan von Jiřetín aus dem Jahr 1745 wird der Berg als 'das Gericht' bezeichnet, und erhaltene Gerichtsakten belegen drei im 18. Jahrhundert hier vollstreckte Todesurteile - eine düstere Geschichte, an die der Name des Berges bis heute erinnert.