Der Rudolfstein ist eine der eigenwilligsten Sehenswürdigkeiten der Böhmischen Schweiz — ein markanter Sandsteinfelsen, auf dessen Gipfel ein hölzernes Aussichtshäuschen buchstäblich über den Rand hinausragt. Wer hier oben steht, versteht sofort, warum dieser Felsen seit fast 200 Jahren Besucher anzieht.
Der aus eisenhaltigem Sandstein aufgebaute Felsen erhebt sich auf 484 m ü. M. im Děčíner Bergland im Norden Tschechiens. Vom Aussichtspavillon auf dem Gipfel schweift der Blick über bewaldete Hügel, die typischen Felsformationen der Böhmischen Schweiz und das malerische Touristendorf Jetřichovice, das rund 2 km südlich liegt. Das hölzerne Häuschen wird von einer Stahl-Holz-Konstruktion getragen und ragt über den Felsrand hinaus — schon das Bauwerk selbst ist ein Fotomotiv für sich. Im Frühling erwacht der umgebende Wald frisch und grün, im Sommer ist der Felsen ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, und im Herbst tauchen Laubfarben die Panoramalandschaft in warmes Gold.
Aufstieg zum GipfelUrsprünglich hieß der Felsen schlicht 'Ostroh'. Erst Fürst Ferdinand Kiński gab ihm 1824 seinen heutigen Namen und ließ die Treppen zum Gipfel bauen — damit schuf er einen der ersten gezielt erschlossenen Aussichtspunkte der Region.