Der Oybin ist wohl das beeindruckendste Gipfelerlebnis im Zittauer Gebirge – ein mächtiger Sandstein-Tafelberg, auf dem die Ruinen einer Kaiserburg und eines Cölestinerklosters aus dem 14. Jahrhundert auf Besucher warten. Wer hier oben steht, begreift sofort, warum Kaiser Karl IV. diesen Ort zu seinem Altersruhesitz erwählte.
Der Berg erhebt sich rund 120 Meter über das gleichnamige Dorf und ist fast ringsum von senkrechten Felswänden umgeben. Das Gipfelplateau teilt sich in ein größeres Nordplateau mit dem höchsten Punkt (515 m ü. NHN) und ein kleineres Südplateau, getrennt durch eine etwa zehn Meter tiefe Scharte. Die Stimmung wechselt mit den Jahreszeiten: Im Frühling überzieht frisches Grün die alten Gemäuer, im Sommer finden in der Klosterruine Konzerte statt, der Herbst taucht die Sandsteinfelsen in warmes Gold, und im Winter gleicht die verschneite Szenerie einem Gemälde der Romantik – Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus und viele weitere Maler haben den Oybin tatsächlich immer wieder als Motiv gewählt.
Wege zum GipfelEine Sprungsage vom 'Jungfernsprung auf dem Oybin', überliefert unter anderem von den Brüdern Grimm, rankt sich um die steilen Felsen. Bis zu 100.000 Gäste besuchen den Berg jährlich.