Der Töpfer (582 m ü. NHN) ist einer der bekanntesten Gipfel des Zittauer Gebirges — überschaubar in der Höhe, aber groß in Charakter und Aussicht. Bizarre Sandsteinfelsen, ein gemütliches Gipfelhaus und ein weiter Blick über drei Länder machen ihn zu einem echten Geheimtipp.
Das langgestreckte Gipfelplateau ist übersät mit eigenwilligen Felsgestalten: 'Papagei', 'Schildkröte', 'Brütende Henne' und das markante Felsentor, das wie ein natürlicher Kalender wirkt. An der 'Böhmischen Aussicht', einer gesicherten Felskanzel am östlichen Ende des Plateaus, öffnet sich ein beeindruckendes Panorama über die deutsch-tschechische Grenze hinweg in Richtung Iser-, Riesen- und Jeschkengebirge. Bei klarer Sicht erkennt man das polnische Bogatynia und das tschechische Hrádek nad Nisou. Im Herbst leuchten die Wälder in satten Farben, im Winter verleihen reifbedeckte Felsen dem Gipfel eine märchenhafte Stimmung.
Wege zum GipfelSeinen Namen verdankt der Töpfer wahrscheinlich dem Felstor auf dem Gipfel, das an zwei Kelche oder Urnen erinnert — und seit 2008 wissen Archäoastronomen, dass dieses Tor zur Sommersonnenwende als präziser Sonnenkalender funktioniert.