Die Nonnenfelsen über dem Kurort Jonsdorf im Zittauer Gebirge sind eine der eindrucksvollsten Felsformationen der Oberlausitz — mit schmalen Felsgassen, in den Stein gehauenen Stufen und Aussichtsplattformen hoch über dem Tal. Sie zählen zu den wichtigsten Klettergipfeln der Region und sind zugleich für Wanderer gut erreichbar.
Prägend sind die beiden Felsengassen Schwarzer Gang und Zigeunerstuben, jeweils rund 100 Meter lang und 20 bis 30 Meter tief in den Sandstein eingeschnitten. Das Gestein, durch Kontakt mit einstiger Vulkanlava gehärtet, hat bizarre Formen angenommen, in denen die Bewohner früherer Jahrhunderte Nonnen und Mönche mit Schleier und Habit erkannten — daher der Name. Im Sommer herrscht reges Treiben zwischen Kletterern, im Herbst und Winter liegt über den moosbewachsenen Gängen eine fast geheimnisvolle Stille.
Wege zum Gipfel
Praktische Informationen
Von den obersten Aussichtsplattformen blickt man auf Jonsdorf, die zerklüftete Jonsdorfer Felsenstadt, die alten Mühlsteinbrüche, den Hochwald, die Lausche, die Landeskrone bei Görlitz sowie bei guter Sicht auf das Kraftwerk Turów und das Isergebirge. 1850 weilte hier König Friedrich August, 1888 König Albert zur Auerhahnjagd — an beide Besuche erinnern Gedenktafeln.