Der Triebenberg ist ein unscheinbarer, aber geschichtsträchtiger Berg im Schönfelder Hochland — und seit der Eingemeindung von Schönfeld-Weißig sogar die höchste Erhebung im Stadtgebiet von Dresden. Wer hier hochsteigt, findet keine spektakuläre Aussicht, dafür aber einen Ort voller spannender Vergangenheit.
Der Gipfel ist bewaldet, die Hänge werden landwirtschaftlich genutzt, sodass sich typisch sächsische Feld- und Waldlandschaft abwechselt. Zu DDR-Zeiten stand auf dem Gipfelplateau, gut versteckt hinter einem Kiefernwald, ein sowjetischer Militärposten — bis heute führt eine Betonpiste hinunter zum Freigut Eschdorf, ein stiller Zeuge dieser Epoche. Nach dem Abzug der russischen Armee 1994 zog auf dem Berg Wissenschaft ein: Bis 2017 betrieb die TU Dresden hier ein Speziallabor für Elektronenmikroskopie und eine Sternwarte. Ein Spaziergang über den Triebenberg führt so durch mehrere Kapitel jüngerer Geschichte, eingebettet in die ruhige Hügellandschaft östlich von Dresden. Besonders im Herbstnebel oder mit einer Schneedecke entfaltet der Wald seinen eigenen Reiz, während die offenen Wiesenhänge einen weiten Blick über das Umland erlauben.
Wie man zum Gipfel kommtWissenswert: Die 2007 eröffnete Sternwarte wurde wegen der geringen Licht- und Luftverschmutzung genau hier errichtet — ideal zur Vermessung von Asteroidenbahnen. Nach nur zehn Jahren wurde die Technik jedoch 2017 versteigert.