Der Cottaer Spitzberg (390,8 m ü. NN) ist ein markanter Tephritkegel am westlichen Rand der Sächsischen Schweiz — eine kompakte, aber weithin sichtbare Landmarke, die das umliegende Hochplateau deutlich überragt. Trotz seiner überschaubaren Höhe belohnt der unbewaldete Basaltgipfel mit einer beeindruckenden Rundumsicht, die weit größere Berge in den Schatten stellt.
Bei klarem Wetter schweift der Blick nach Norden über Pirna bis ins Lausitzer Bergland, nach Nordwesten über den Elbtalkessel, nach Westen und Süden über das Elbtalschiefergebirge bis zum Kamm des Osterzgebirges und nach Osten auf die Tafelberge der Sächsischen Schweiz sowie die Vulkankegel des Böhmischen Mittelgebirges. Die Nordflanke beherbergt einen artenreichen Eichen-Hainbuchenwald mit Lungenkraut, Winterlinde und Bergahorn, während die sonnenexponierten Hänge wärmeliebenden Pflanzen wie der Bunten Kronwicke Heimat bieten. Im Herbst verwandelt sich der Berg in ein leuchtendes Farbenspiel — ein lohnenswertes Ausflugsziel zu jeder Jahreszeit.
Wege zum GipfelAls im 19. Jahrhundert ein Steinbruchbetrieb den Basalt des Spitzberges intensiv abbaute, blieb ein Felsstück genau deshalb verschont, weil dort 1865 eine Triangulationssäule der sächsischen Landesvermessung errichtet worden war — ein glücklicher Zufall, dem wir den erhaltenen Gipfel verdanken.