Der Hänscheberg ist ein bescheidener, aber reizvoller Doppelberg im Lausitzer Bergland, direkt südlich von Neusalza-Spremberg gelegen. Mit nur 393 Metern Höhe ist er kein Gipfelriese, doch seine zentrale Lage schenkt Wanderern überraschend weite Ausblicke und jede Menge Lokalgeschichte.
Der Berg gliedert sich in eine Ost- und Westhälfte, verbunden durch einen Kamm mit schöner Fernsicht nach Norden auf Neusalza-Spremberg, den Großen Wald, den Hahne- und den Fuchsberg. Nach Süden blickt man auf den Ortsteil Sonneberg, die Grenzwälder zu Tschechien und bei klarer Sicht sogar auf den Jüttelberg in Nordböhmen. Mischwald mit dichtem Unterbewuchs bedeckt beide Kuppen, während Wiesenflächen die Nord- und Südhänge auflockern. Auf dem Ostberg liegen mehrere Findlinge, darunter das einst markante 'Kamel', das aus unerklärlichen Gründen kürzlich umgestürzt ist. Im Herbst hüllt sich der Kamm gern in Nebel, im Winter dreht sich am Nordhang ein kleiner Skilift.
Wie man zum Gipfel kommtBenannt wurde der Berg nach Mathes Hentsche, einem Spremberger Großbauern des 17. Jahrhunderts, der sich um die Waldpflege und die Anlage erster Wanderwege verdient gemacht haben soll - heute erinnert nur noch der Berg an ihn.