Der Bieleboh ist mit 497 m ü. NN einer jener Berge, die bescheiden wirken und doch verblüffen: Vom Aussichtsturm auf dem Gipfel reicht der Blick bei klarem Wetter bis ins Riesen- und Isergebirge. Dazu gibt es eine gemütliche Bergwirtschaft, markante Felsen mit mythologischer Aura — und einen der schönsten Rundblicke im Lausitzer Bergland.
Der Bieleboh liegt im östlichen Freistaat Sachsen, eingebettet in sanfte, bewaldete Hügel des Lausitzer Berglandes. Die Wege sind gut ausgebaut und familienfreundlich, die Atmosphäre entspannt. Im Sommer laden schattige Waldpfade zur Wanderung ein, im Herbst leuchten die Buchenwälder in sattem Orange und Gold, und im Winter liegt der Gipfel oft in stiller Verschneitung. Vom 21 Meter hohen Aussichtsturm — der heutigen Form nach 1998 auf diese Höhe aufgestockt — erkennt man den Czorneboh, den Kottmar und den Löbauer Berg, bei Fernsicht auch das Erzgebirge im Westen.
Wege zum GipfelDass der Gipfelname 'Bieleboh' — Weißer Gott — dem benachbarten Czorneboh (Schwarzer Gott) mythologisch gegenübersteht, macht den Berg zu mehr als nur einem Aussichtspunkt: Im Gestein des Gipfels findet sich das sogenannte 'Teufelsfenster', eine augenförmige Öffnung, die zu den Tagundnachtgleichen den Sonnenaufgang exakt einfängt.