Der Kötzschauer Berg ist ein unscheinbarer, aber reizvoller Gipfel im Lausitzer Bergland, der sich mit 465,5 m zwischen Lauba und Kleindehsa erhebt, nur fünf Kilometer westlich von Löbau. Ein perfektes Ziel für alle, die abseits überlaufener Wanderwege ruhige Naturerlebnisse suchen.
Charakteristisch für den Gipfel ist eine Klippe aus Granodiorit, ein bis fünf Meter hoch und rund vierzig Meter lang, die die Gipfelkante krönt und stellenweise durch herausgebrochene Felsblöcke aufgegliedert wird. An den West- und Südwesthängen liegen zahlreiche verstreute Gesteinsbrocken — Zeugen der Steinbrüche, die hier bis 1960 in Betrieb waren. Früher prägte dichter Fichtenforst mit Rotem Holunder im Unterwuchs den trockeneren Oberhang, doch eine Borkenkäferkalamität um das Jahr 2020 ließ den Fichtenbestand fast vollständig absterben. Die Flächen erholen sich nun durch Naturverjüngung und gezielte Pflanzung trockenheitsresistenter Arten — eine Monokultur soll dabei vermieden werden. Am frischeren Waldmantelsaum wächst ein üppiger Mischwald aus Stieleichen und Birken mit Heidelbeere, in feuchteren Bereichen ergänzt durch Esche und Schwarzerle.
Wie man den Gipfel erreicht
Der Name des Berges hat sich im Laufe der Zeit gewandelt: Auf dem sächsischen Meilenblatt von 1804 hieß er 'Pferde- oder Halbhufenberg', später Hufenberg, und eine Karte von 1883 nannte ihn fälschlicherweise Mittelberg. Erst die Karte von 1938 setzte den heutigen Namen Kötzschauer Berg fest.