Der Schlechteberg (485 m ü. NHN) ist ein erloschener Vulkan mitten im Lausitzer Bergland — und gleichzeitig der 'Hausberg' von Ebersbach-Neugersdorf. Wer ihn besucht, entdeckt nicht nur schöne Mischwälder und geologische Besonderheiten, sondern auch ein Stück gelebter Vereinsgeschichte, die bis ins Jahr 1861 zurückreicht.
Der Bergrücken verläuft von Nordwest nach Südost und folgt einem breiten Gang aus Nephelinbasanit, dessen Blöcke die drei Steilhänge bedecken. Klimatisch fällt der Gegensatz zwischen dem warmen, trockenen Südhang und dem kühlen, feuchten Nordhang auf — ein Unterschied, der sich im Pflanzenbewuchs ebenso zeigt wie im Zeitpunkt der Schneeschmelze, der auf beiden Seiten um acht und mehr Tage auseinanderliegen kann. Im Winter lockt der Schlepplift am Nordhang (seit 1970), im Sommer lädt der Wald zur ruhigen Wanderung ein.
Anfahrt und AufstiegDer 1861 gegründete Humboldtverein Ebersbach hat diesem unscheinbaren Gipfel ein wissenschaftliches Erbe hinterlassen, das internationales Ansehen genoss — darunter paläontologische Fossilienfunde der Oberen Kreide von einmaligem Fachwert.