Fredewald, auch als Wüstes Schloß bekannt, ist eine eindrucksvolle Burgruine hoch auf einem mächtigen Felsmassiv über dem Tal der Kamenice. Der Ort verzaubert mit seiner rauen, geheimnisvollen Atmosphäre und belohnt jeden Aufstieg mit einer besonderen Aussicht.
Die Burg entstand in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und bewachte einst eine wichtige Handelsstraße durch das Lausitzer Gebirge. Ihre Geschichte ist geprägt von Konflikten — in den 1430er Jahren diente sie als Stützpunkt für Raubzüge gegen Lausitzer Städte, was schließlich 1440 zu ihrer Eroberung und Zerstörung durch die vereinten Stadttruppen führte. Heute sind nur noch Mauerreste erhalten, die mit dem Felsen verschmolzen sind, umgeben von dichtem Wald. Im Sommer wirkt der Ort grün und lebendig, im Herbst zieht Nebel durchs Tal, und im Winter zeigt sich das Felsmassiv karg und märchenhaft vor dem Himmel.
Anfahrt
Praktische Informationen
In den 1430er Jahren nutzte der Raubritter Mikeš Pancíř von Smojno die Burg als Ausgangspunkt für seine Überfälle — ein farbiges Kapitel mittelalterlicher Wegelagerei an diesem stillen Ort.