Die Gersdorfer Ruine ist ein kleines, geheimnisvolles Bauwerk mitten im Cottaer Busch, dem einstigen Grenzland zwischen Meißen und Böhmen. Als künstliche Ruine errichtet, hat sie sich über die Jahrzehnte still in die Natur eingefügt und lockt heute Wanderer an, die abseits bekannter Pfade etwas Besonderes entdecken möchten.
Das Bauwerk ahmt einen runden, rund 5 Meter hohen abgebrochenen Burgturm nach. Im Inneren verbirgt sich ein halboffener, mit Sandsteinblöcken überwölbter Raum mit einer versteckten Kochstelle - ein Hinweis auf die ursprüngliche Nutzung als Jagdunterstand. Der umliegende Mischwald sorgt zu jeder Jahreszeit für eine besondere Stimmung: winters still und reifbedeckt, sommers schattig und kühl. Einst bot eine Aussichtsplattform auf der Ruine einen Blick über die Landschaft, doch sie ist längst verfallen, und der Ausblick ist heute vom Wald zugewachsen, was dem Ort eine ganz eigene, verwunschene Atmosphäre verleiht.
Wie man hinkommt
Praktische Informationen
Was einst als romantisches Schmuckstück und Jagdunterstand gedacht war, ist durch den natürlichen Verfall seit 1900 zu einer echten, naturbelassenen Ruine geworden.