Der Hohe Schneeberg (723 m ü. NHN), auf Tschechisch Děčínský Sněžník, ist ein beeindruckender Sandstein-Tafelberg und der höchste Gipfel des Landschaftsschutzgebiets Elbsandsteingebirge auf tschechischer Seite. Wer hierherkommt, erwartet ein weitläufiges bewaldetes Plateau, spektakuläre Sandsteinfelsen und bei klarem Wetter einen Blick direkt auf die Dresdner Stadtsilhouette.
Das Gipfelplateau erstreckt sich auf einer Fläche von rund 1600 mal 600 Metern und wird von mächtigen, mehrere Zehnermeter hohen Sandsteinwänden gesäumt. Den Wald dominieren Fichten, dazu gesellen sich Kiefern, Lärchen und Buchen; an der Kuppe selbst lockern Birken und Eberesche das Bild auf. Von den Plateaurändern eröffnen sich weite Ausblicke auf das Zittauer Gebirge und die Böhmisch-Sächsische Schweiz. Von der sogenannten Dresdner Aussicht im nordwestlichen Teil des Plateaus ist die Elbmetropole gut zu sehen. Im Winter liegt das Plateau oft tief verschneit und wirkt beinahe abgeschieden; im Sommer sorgt der dichte Wald für angenehme Kühle.
Anstieg zum GipfelDer 33 Meter hohe Steinturm wurde 1864 als trigonometrischer Turm erster Ordnung errichtet — auf Wunsch des Grafen Franz Anton Thun nach Plänen des Dresdner Architekten Karl Moritz Haenel — und gehört damit zu den ältesten Aussichtstürmen Tschechiens. 1936 wurde hier das erste Fernsehsignal von den Berliner Olympischen Spielen empfangen, das jemals auf tschechoslowakischem Boden registriert wurde.