Das Felsenlabyrinth ist eine Felsgruppe aus Elbsandstein in der Sächsischen Schweiz, östlich von Langenhennersdorf am Südende der Nikolsdorfer Wände. Hier verliert man leicht die Orientierung zwischen engen Spalten und verwinkelten Felsgängen - genau das macht den besonderen Reiz aus.
Die Felsen sind meist nur fünf bis fünfzehn Meter hoch, doch starke Erosion und Zerklüftung haben ein schwer durchschaubares Areal geschaffen. Auffällig sind die sanduhrförmig verengten Wände und schüsselartige Vertiefungen auf den Gipfelflächen, entstanden durch die Auslaugung des Kalkgehalts im Sandstein. Rundherum hat sich eine weitgehend natürliche Waldflora erhalten, mit bis zu 200 Jahre alten Rotbuchen, Kiefern und Fichten, während die Felsen selbst Lebensraum für Flechten wie die auffällig leuchtende gelbe Schwefelflechte bieten. Zahlreiche Sandsteinblöcke im umgebenden Gelände zeugen von den intensiven Erosionsprozessen und erschweren die forstwirtschaftliche Nutzung, was der Natur hier zugutekommt.
Für Besucher führt ein nummerierter Pfad durch die Felsspalten, doch auch abseits davon lässt sich das Labyrinth auf eigene Faust erkunden.
Wie man hinkommtSeinen Namen erhielt das Labyrinth wahrscheinlich in der Zeit der Romantik, als Reisende von seinem geheimnisvollen, verschlungenen Felsgewirr fasziniert waren.