Der Lomnitzer Sattel gehört zu den meistbesuchten Gebirgspässen der slowakischen Hohen Tatra — und das aus gutem Grund. Auf 2.190 m Höhe gelegen, bietet er ein beeindruckendes Hochalpinpanorama, das sich ohne großen Aufwand erreichen lässt. Ein Ort, der sowohl erfahrene Wanderer als auch Bergneulinge sofort in seinen Bann zieht.
Der Sattel liegt zwischen der Lomnitzer Kuppe (Lomnická kopa) und dem Großen Lomnitzer Turm (Veľká Lomnická veža), im Seitenkamm, der vom Gipfel des Lomnitzer Spitze nach Süden abzweigt. Nach Osten fällt das Gelände in Richtung Lomnitztal ab, nach Westen führt die Lomnitzer Rinne (Lomnický žľab) hinunter ins Tal Malá Studená dolina. Im Sommer prägen granitene Felsnadeln und weite Kammlinien die raue Landschaft; im Winter wird der Sattel zum Ausgangspunkt einer Skipiste am Lomnitzer Kamm. Die Stimmung ist typisch hochalpin — frischer Wind, endlose Horizonte und eine fast meditative Stille.
Wie man den Aussichtspunkt erreichtAm 24. Juli 1975 ereignete sich hier im Morgengrauen einer der größten Felsstürze der Tatra-Geschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts — einzelne Felsbrocken rollten bis auf den Talboden weit unten. Drei polnische Bergsteiger waren Augenzeugen dieses gewaltigen Naturschauspiels.