Der Tatra-Nationalpark ist das einzige wirklich alpine Gebirge Polens — ein Reich aus Gämsen, Murmeltieren und Steinadlern, in dem Granit und Kalkstein eine der beeindruckendsten Hochgebirgslandschaften Mitteleuropas formen. Auf über 21.000 Hektar reicht das Schutzgebiet von Buchenwäldern der unteren Bergstufe bis zu kahlen Felsgipfeln knapp unterhalb der 2.500-Meter-Marke.
Die Atmosphäre wandelt sich mit den Jahreszeiten grundlegend. Im Sommer herrscht auf den Wegen Hochbetrieb — der Augustrekord liegt bei fast 50.000 Besuchern an einem einzigen Tag! Der Herbst färbt die Wälder golden und beschert echten Bergfreunden deutlich mehr Ruhe. Im Winter lockt die Seilbahn auf den Kasprowy Wierch Wintersportler, während der Frühling die Hochlagen mit endemischen Blüten bedeckt: Alpen-Enziane, Alpenkuhschellen und die seltene Tatren-Schaumkresse.
Anreise und ZugängeBesonders faszinierend: die Tatra-Gämse und das Tatra-Murmeltier sind endemische Unterarten, die sich genau hier entwickelt haben und in dieser Form nirgendwo sonst auf der Welt zu finden sind. Gemeinsam mit dem slowakischen TANAP gehört das Gebiet seit 1993 zum UNESCO-Biosphärenreservat.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)