Die Sarnia Skała (1378 m ü.d.M.) ist einer der beliebtesten Gipfel im Regelbandbereich der Westlichen Tatra — ein felsiger Kamm, der mit einem der schönsten Ausblicke auf das Giewont-Massiv belohnt. Auf der anderen Seite öffnet sich ein weites Panorama über Zakopane, das zu jeder Jahreszeit begeistert.
Der Gipfel bildet einen etwa 300 Meter langen, aus Dolomitkalken aufgebauten Felskamm. Unterhalb der Felswände liegt eine kleine, von Latschenkiefern überwachsene Lichtung. Im Frühling und Sommer blühen auf dem nackten Fels kalkliebende Pflanzen in leuchtenden Farben — darunter das Silberwurz, die Einseitige Glockenblume und der Alpenhahnenfuß. Botanisch ist die Sarnia Skała außergewöhnlich: Hier lässt sich ein Absinken aller Vegetationsstufen um bis zu 200 m beobachten, sodass die Waldgrenze rekordverdächtig auf 1300 m ü.d.M. absinkt — verursacht durch den Schatten der mächtigen Giewont-Wände und starke Nordwestwinde.
Aufstieg zum GipfelEin botanisches Highlight: 1956 entdeckten Teilnehmer des Kongresses der Polnischen Botanischen Gesellschaft hier den Thüringischen Mehlbeerbaum — eine Hybride, die damals erstmals für Polen nachgewiesen wurde. Das kleine Bäumchen wächst noch heute zwischen den Latschenkiefern auf der Zakopane-Seite des Kamms.