Stell dir eine Steinmauer vor, die aussieht, als hätten Riesen sie errichtet — dabei ist sie ein reines Naturwunder, geformt über Dutzende Millionen Jahre. Die Čertova zeď gilt als eines der schönsten Beispiele eines Basaltgangs in ganz Tschechien, ein Felswall, der übrig blieb, als der weichere Sandstein ringsum wegerodierte.
Der Kamm verläuft in NO-SW-Richtung und erreicht 494 m Höhe, umgeben von Kiefern- und Buchenwäldern, weiter unten mit Birken, Hainbuchen und Ebereschen durchsetzt. Unterwegs begegnen dir markante Basaltblöcke wie der Teufelsstuhl (12 m lang, bis zu 6 m hoch) und ein Felsbrocken namens Teufelskopf. An den freiliegenden Felsen wächst wärmeliebende Flora, was den Ort im Frühling und Sommer besonders reizvoll macht, während Herbstfarben und stille Winterwanderungen eine ganz andere Stimmung erzeugen. Kein Wunder, dass sich um diesen Ort so viele Teufelslegenden ranken.
Anfahrt
Praktische Informationen
Der Legende nach wollte der Teufel in einer einzigen Nacht eine Mauer von Ještěd bis Bezděz errichten, verlor die Wette aber, weil ein Hahn zu früh krähte — der letzte fallengelassene Felsbrocken soll seinem eigenen Kopf ähneln.