Die Mazova horka (569 m) ist der höchste Gipfel der Kotelská vrchovina im südlichen Podještědí, ein markanter kegelförmiger Berg, der schon von Weitem ins Auge fällt. Hier trifft Geologie auf Geschichte - auf dem Gipfel sind noch Reste von drei kreisförmigen Wällen einer prähistorischen Siedlung erhalten.
Der Berg bildet einen ausgeprägten Vulkankegel, geformt aus einer freigelegten Gangader von olivinischem Nephelinit und Melilith, während die unteren Hänge aus turonem Sandstein bestehen. An den steilen Hängen (20-35°) findet man stellenweise vulkanische Schutthalden. Ein Mischwald aus Birken, Kiefern, Fichten und Ebereschen bedeckt den Hügel und verleiht ihm zu jeder Jahreszeit einen eigenen Charakter - frisches Grün im Frühling, leuchtende Farben im Herbst. Der östliche Fuß des Berges ist bebaut, der Rest überwiegend landwirtschaftlich genutzt.
Etwas tiefer, am nordöstlichen Fuß des Hügels, verbirgt sich eine echte Besonderheit - die Skalákovna (486 m), eine künstliche Höhle, die Anfang des 19. Jahrhunderts in einem verlassenen Sandsteinbruch ausgehauen wurde. Zwei Felskammern mit drei rechteckigen Fenstern dienten einst als vorübergehende und sogar dauerhafte Unterkunft. Berühmt wurde sie durch die Erzählung Skalák der tschechischen Schriftstellerin Karolína Světlá, die hier oft weilte und schrieb.
Wie man den Gipfel erreichtDer Berg gehört zum Naturpark Ještěd, und seine vulkanische Entstehung zusammen mit prähistorischen Siedlungsspuren machen ihn gleichermaßen interessant für Geologiefreunde und Geschichtsliebhaber.