Der Kotelský vrch ist ein bescheidener neovulkanischer Hügel im Bezirk Liberec, direkt über dem Dorf Kotel gelegen. Ein ruhiger Ort für alle, die Geschichte und Waldwanderung dem Trubel überlaufener Aussichtspunkte vorziehen.
Der Gipfel und seine unmittelbare Umgebung sind dicht bewaldet, daher gibt es von der Spitze selbst keine Aussicht. Erst am Waldrand öffnet sich der Blick - im Osten auf Ještěd und Jelínka, im Westen auf die Ralská pahorkatina und das Lausitzer Gebirge. Der Hügel bildet die nördliche Fortsetzung des vulkanischen Kamms Čertova zeď, was der ganzen Gegend einen deutlich vulkanischen Charakter verleiht. Im Sommer ist es ein angenehm schattiger Waldspaziergang, im Herbst leuchten die Farben, und im Winter liegt hier eine besondere Stille.
Zwischen 1902 und 1904 wurde hier ein Kreuzweg errichtet, von dem heute nur noch Überreste erhalten sind - Betonpfosten mit leeren Nischen säumen den zugewachsenen Pfad entlang eines alten Abbaugrabens. Der Weg endet an einer Kapelle auf dem Gipfel, die sich heute in einem sehr schlechten Zustand befindet, obwohl der lokale Verein Dubáci aus Český Dub sich um ihre Restaurierung bemüht.
Anreise zum Gipfel
Praktische Informationen
Eine hübsche Kuriosität: Die heute leeren Betonpfosten des Kreuzwegs trugen einst gemalte Stationsbilder der Passion Christi - ein stiller Rest der Frömmigkeit, die einst in Kotel gepflegt wurde.