Niżnia Świstówka ist einer jener Winkel der Westtatra, die abseits des Touristentrubels liegen — ein wilder Gletscherkessel im Tal Dolina Małej Łąki, eingerahmt von den Felswänden der Wielka Turnia und der Mnichowe Turnie. Ein Ort für alle, die raue, unberührte Bergnatur mehr schätzen als bequeme Wanderwege.
Dieses weitläufige Talbecken liegt auf etwa 1450–1580 m ü. NN und ist erstaunlich trocken — kein Bach fließt über seinen Boden, denn das Wasser verschwindet unterirdisch im Kalkgestein. In den Hängen verbergen sich zahlreiche Höhlen, darunter die berühmte Śnieżna Studnia, die zweitgrößte Höhle Polens. Im Sommer entfaltet sich hier eine reiche, kalkliebende Flora mit mehreren seltenen Arten, die man sonst kaum in der Tatra findet. Früher als Weideland genutzt, wird das Gebiet heute allmählich wieder von Latschenkiefern und Weiden zurückerobert.
Anreise
Praktische Informationen
Oberhalb der Niżnia Świstówka, hinter einer hohen Felsschwelle namens Przechód, liegt ihr Schwesterkessel — die Wyżnia Świstówka, gemeinsam bilden sie einen der karstreichsten Winkel der polnischen Tatra.