Das Kesmarker Weißwassertal (slowakisch: Dolina Kežmarskej Bielej vody) ist das östlichste und zugleich vielfältigste Talsystem auf der Südseite der Hohen Tatra. Über 8 km Länge und 14,5 km² Fläche entfaltet es eine Landschaft, die von mächtigen Granitfelsen bis hin zu sanften Almwiesen und glasklaren Gebirgsseen reicht — ein Ort, der jeden Wanderer in seinen Bann zieht.
Am Eingang des Tales bei der Freiheitsstraße (915 m ü. M.) beginnt ein eindrucksvolles Naturschauspiel. Auf etwa 1400 m verzweigt sich das Tal in das Grüne-See-Tal mit drei weiteren Seitentälern, das Weiße-Seen-Tal sowie das Plateau Predné Meďodoly. Die Silhouette der umliegenden Gipfel — Lomnitzer Spitze, Kesmarker Spitze, Pyšný štít — begleitet jeden Schritt. Unter den Nordwänden dieser Gipfel hält sich ganzjährig Eis. Im Frühling blühen die Almwiesen, im Sommer spiegeln sich die Gipfel in den Seen, im Herbst färben sich die Lärchen golden.
Anreise und RoutenBereits im Juni 1565 unternahm eine Gesellschaft aus Kesmark mit der Burggräfin Beata Laská einen Ausflug in dieses Tal — einer der frühesten dokumentierten Touristenausflüge in der Geschichte der Tatra.