Das Jastrzębia-Tal ist eines jener Täler der Hohen Tatra, die man nicht auf einem Wanderweg erreichen kann — und genau das macht es so besonders. Dieses hängende Gletschertal zweigt vom Grünen Kesmark-Tal ab und ist durch eine steile, senkrechte Felsstufe, die Jastrzębie-Wasserfälle, davon getrennt.
Die Landschaft ist rau und felsig — typisch für die hochalpinen, eiszeitlich geformten Winkel der Hohen Tatra. Umgeben ist das Tal von markanten Graten und Gipfeln: Der kurze Jastrzębia-Grat mit dem Jastrzębia-Gipfel trennt es vom Lammtal, der Hauptgrat der Tatra vom Kołowa-Tal und vom Schwarzen Jaworowa-Tal, und der nordöstliche Arm des Schwarzen Gipfels, der Schwarze Grat, bildet die südliche Grenze. Es ist ein wildes, unberührtes Fleckchen Natur, frei von menschlichem Einfluss, das ihm eine ursprüngliche Atmosphäre verleiht.
Auch wenn man das Tal selbst nicht betreten kann, lässt es sich hervorragend von einem bekannten Wanderweg aus bewundern.
Wie man dorthin kommt
Praktische Informationen
Der erste dokumentierte Besuch des Tals war eine Expedition von Stanisław Staszic mit Bergführern im Jahr 1804, und die erste Winterbegehung gelang Gyula Hefty und István Laufer im Jahr 1912 — heute bleibt es ein Ort für die entschlossensten Bergsteiger, den gewöhnliche Wanderer nur aus der Ferne erblicken können.