Das Huncovská-Tal in der slowakischen Hohen Tatra ist ein stilles, kaum überlaufenes Wanderziel mit echter Hochgebirgsatmosphäre. Rund 5,5 km lang erstreckt es sich vom Kežmarský štít bis zur Mündung des Huncovský-Bachs — ein Weg, der Naturliebhaber mit rauem Felscharme und Ruhe belohnt.
Der obere Teil des Tals, die sogenannte Svišťovka, liegt eingebettet zwischen den Gipfeln Huncovský štít, Kežmarský štít und Malý Kežmarský štít und verströmt alpines Flair pur. Ein Querband aus Felsen — die Huncovské Spady — trennt diesen hochalpinen Bereich von den sanfteren unteren Hängen, wo das Tal allmählich in den breiten Berghang der Huncovská Ubočina übergeht. Im Sommer rauscht der Huncovský-Bach durch sattgrüne Wiesen, im Herbst leuchten die Hänge in warmen Goldtönen, und im Winter verwandelt sich das Tal in eine stille Schneelandschaft. Die erste Winterdurchquerung des oberen Talabschnitts gelang Günter Oskar Dyhrenfurth und Alfred Martin am 8. März 1906.
Anreise und ZugangswegeSeinen Namen verdankt das Tal dem Dorf Huncovce, zu dem die Berggebiete früher gehörten — und schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts zog es Gamsjäger und erste Touristen in diese Gipfelwelt.