Hier betritt man einen Wald, der seit der letzten Eiszeit nahezu unberührt geblieben ist — kein Holzeinschlag, keine Forststraßen, nur Rotbuchen, die seit Jahrtausenden nach eigenen Gesetzen wachsen. Die karpatischen Urbuchen-Wälder gehören zu den faszinierendsten Naturräumen Europas und sind als transnationales UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt, das heute 93 Teilflächen in 18 Ländern umfasst. Ein Besuch hier ist eine Reise in eine Welt vor dem menschlichen Eingriff.
Die Landschaft besteht aus dichten, vielschichtigen Beständen, deren Kronendächer einen fast geschlossenen grünen Baldachin bilden. Im Frühling explodiert der Waldboden mit Buschwindröschen und Leberblümchen, im Sommer herrscht ein angenehm kühles, katedrales Halbdunkel, und im Herbst verwandeln Gold- und Kupfertöne den Wald in etwas beinahe Märchenhaftes. Das Gelände reicht von sanften Hängen bis zu den steileren Kämmen der Tschornohora und der Poloninen. Die Stille ist absolut — nur das Knacken alter Stämme und das Rascheln der Blätter begleiten den Wanderer.
Anreise und ZugangswegeBemerkenswert: Über 70 % der gesamten karpatischen UNESCO-Komponente liegt auf ukrainischem Territorium — das Land ist damit der wichtigste Hüter eines der ältesten und am wenigsten gestörten Waldökosysteme Europas.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)