Der Seidelsberg ist eine bewaldete Phonolithkuppe im Großschönauer Becken- und Kuppenland der Östlichen Oberlausitz - eine von drei markanten Kuppen zusammen mit Breiteberg und Steinberg. Wer einen ruhigen Waldspaziergang mit spannender Geologie und Fernblick sucht, findet hier genau das Richtige.
Im oberen Bereich der Kuppe warten Felsbildungen und eine Blockbestreuung, allerdings verwehrt der hohe Wald einen Ausblick vom Gipfel selbst. Die Nord-Nordostseite trägt einen Fichten-Nadelwald, während die Süd-Südwestseite mit Laubwald bestanden ist - einst ein Bauernwald, heute als Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald ein geschütztes FFH-Lebensraumtyp mit Hasel, Weißdorn und Eberesche im Unterwuchs. Auf dem Berg wurden das Große Mausohr und die Fransenfledermaus nachgewiesen. Von den Hängen unterhalb des Gipfels öffnet sich nach Osten und Südosten ein freier Blick über das Zittauer Becken bis zum Iser- und Jeschkengebirge.
Wie man den Gipfel erreichtFrüher hieß der Berg Roschersberg - erst im 19. Jahrhundert erhielt er seinen heutigen Namen, benannt nach der Familie, der das umliegende Bauerngut gehörte.